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Die Biomassepotenzialbestimmung hat den Zweck zu ermitteln, welches Gesamtpotenzial an Biomasse im Betrachtungsraum vorhanden ist. Die Teilnehmer können unverbindlich Angaben darüber machen, welche Biomassen sie wann bereitstellen könnten. So kann ein Biomassepool für die kommenden Jahre ermittelt werden, der die verfügbaren Biomassen aller Teilnehmer ausweist.

Dieser Biomassepool gibt dann sozusagen den Handlungsspielraum für die Nutzung von Bioenergie in der Region vor. Schließlich sollte man ohne die entsprechenden Ressourcen erst gar keine Projekte anfangen. Welche Projekte man anfangen kann, hängt aber entscheidend von der Kenntnis der Mengen der verfügbaren Biomassen ab. Der Biomassepool hat den Vorteil, dass er die Akteure, die alleine kein ausreichendes Potenzial für eigene Projekte haben, zusammenbringen kann, um gemeinsam planen zu können. In der Folge gehen wir die zu erfassenden Daten der Reihe nach durch:

Wer?

Die Nutzerrollen in diesem Bereich sind, Sie ahnen es bereits, natürlich den Bereitstellern von Biomasse jeglicher Art vorbehalten. Das können Landwirte die Pflanzenbau oder Tierzucht betreiben, Waldbesitzer, Gewerbetreibende oder auch Kommunen sein. Die Besitzer wollen ihre Biomassen entweder gewinnbringend verkaufen oder kostengünstig entsorgen. Deshalb ist es natürlich von Interesse alternative Vermarktungs- bzw. Verwertungswege bewerten zu können. Jeder Nutzer kann sich nach der Anmeldung eine oder auch mehrere Bereitsteller-Rollen aussuchen und völlig unverbindlich alle Biomassen, die er bereitstellen könnte, in seinem Account hinterlegen. Er kann also beispielsweise als Tierzüchter die anfallenden Wirtschaftsdüngermengen seines Viehs und gleichzeitig als Waldbesitzer verfügbares Energieholz als verfügbare Quelle eintragen. Seine Daten werden nicht veröffentlicht und an niemanden weitergeben. Kommen, im Zusammenspiel mit den anderen Teilnehmern, ausreichende Biomassemengen für eine energetische Nutzung zusammen, können die interessierten Bereitsteller dann direkt in den weiteren Planungsprozess eingebunden werden.
 

Die einzelnen Bereitstellerrollen im Bereich Biomassepotenzial sehen Sie hier >

 

Was?

Jede Nutzergruppe hat ein an die Rolle angepasstes Formular, dass die Erfassung der anfallenden Biomasse so einfach wie möglich macht. Zunächst ist von Interesse, um welche Biomasse es sich handelt und welche Eigenschaften diese hat.

 
Wie viel und wie oft?

Des Weiteren ist einzugeben, welche Menge von dieser Biomasse bereitgestellt werden und in welchen zeitlichen Abständen dies geschehen könnte. Die Häufigkeit der Bereitstellung schwankt zwischen den einzelnen Biomassen extrem stark. Während eine Durchforstung im Wald nur alle fünf bis zehn Jahr ansteht, fallen andere Biomassen, wie z.B. Wirtschaftsdünger täglich an. Wie oft sie abtransportiert werden müssen, hängt wiederum von der Lagerungskapazität vor Ort ab.

Wo?

Falls keine Geodaten verwendet werden können, kann der Bereitsteller seinen Standort selbst auf einer Karte mittels Mausklick eintragen. Die Standortkoordinaten sind die Grundlage für die Abschätzung von Transportstrecken und daher für die ökonomische und ökologische Bewertung sehr wichtig.

Wie teuer?

Der Nutzer kann, wenn er will, auch bereits einen Preis eingeben, den er für seine Biomasse erzielen möchte. Diese Preisangaben sind selbstverständlich nicht bindend und werden nicht veröffentlicht. Sie gehen lediglich in die Kostenkalkulation ein und helfen die Wirtschaftlichkeit von Projekten besser beurteilen zu können.