Wir sehen hier eine typische Wertschöpfungskette für die energetische Nutzung von Biomasse, wie sie vielfach praktiziert wird. Landwirte ernten Silage, transportieren sie, Anlagenbetreiber produzieren Biogas und erzeugen Strom, den sie nach dem EEG vergütet bekommen. Die anfallende Wärme wird im nahen Dorf zu Heizzwecken eingesetzt.

nutzungspfad

 

Wie Sie sehen, können sehr viele Akteure in der Wertschöpfungskette eine Rolle spielen. Dadurch existieren natürlich auch viele verschiedene Zielvorstellungen. Der eine sucht nach einer Möglichkeit seine Energiekosten zu senken, der andere nach einer alternativen Vermarktungsmöglichkeit für seine Biomassen. Wieder andere wollen Klimaschutzziele erreichen. Deswegen bietet Synergeo eine Plattform an, um diese Interessen unter einen Hut zu bringen. Um das zu verdeutlichen, arbeiten wir am Besten mit dem obigen Beispiel.

 

Beispiel Wärme

Betrachten wir hier zunächst nur die Wärmeenergie-Bedarf und nehmen an, in diesem Fall werden 100 Häuser in einem Dorf mit Nahwärme aus Bioenergie versorgt, die vorher eine Ölheizung hatten. Insgesamt wäre für die Heizöl-Jahresrechnung dieses Ortes alternativ eine Summe von ca. 250.000 € fällig. Das Geld wäre nach der Heizperiode aus der Region und dem Wirtschaftsraum verheizt – wie jeden Winter. Unter regionalen Gesichtspunkten ist es natürlich besser, vor Ort erzeugte Energieträger zu nutzen und die Wertschöpfung in der Region zu halten. So können Arbeitsplätze, und durch die Gewinne weitere Wirtschaftskraft.

Die Region profitiert also, aber was hat der einzelne davon?

Solche Projekte werden dann umgesetzt, wenn die Bereitsteller mit der Vergütung ihrer Massen einverstanden sind, der Anlagenbetreiber mit der Verzinsung seiner Investition und der Endverbraucher mit seinem Wärmepreis. Ob in dieser Wertschöpfungskette Biogas oder Holzhackschnitzel produziert werden ist egal, die Zielvorstellungen der unterschiedlichen Akteure ändern sich nicht. Bis so eine Kette entstehen kann, sind also eine Menge Fragen zu beantworten.

Synergeo gliedert sich deshalb in drei Teile, um den unterschiedlichen Anforderungen gerecht zu werden:

1. Biomassepotentialanalyse

Der erste Teil besteht aus der Biomassepotenzialanalyse, die Aufschluss darüber geben soll, wie viel Biomasse in der betreffenden Region in den kommenden Jahre überhaupt zur Verfügung steht. Hier sind also die Bereitsteller von Biomasse angesprochen.

2. Energiebedarfsanalyse

Der zweite Teil besteht aus einer Energiebedarfsanalyse. Hier richtet sich Synergeo an Endverbraucher von Wärme und Strom, die z.B. in den kommenden Jahren ihre Heizung erneuern müssen. Die Energiebedarfsanalyse unterstützt dabei herauszufinden, ob Kostensenkungen durch Effizienzsteigerungen bzw. die Umstellung auf einen anderen Brennstoff erreicht werden können.

3. Nutzungspfadanalyse

Der dritte Teil ist eigentlich der mittlere: die Nutzungspfadanalyse. Wie viel ist von welcher Biomasse verfügbar und was kann man damit machen? Hier ist zu klären, wie die verfügbare Biomasse am besten zu nutzen ist. Biomassen unterscheiden sich stark in Energie- und Wassergehalt. Für eine Nutzung müssen die Massen transportiert werden. Was ebenso wie die Wandlung in einen Energieträger mit Energieaufwand verbunden ist. Letztlich muss beim Endverbraucher möglichst viel der ursprünglich in der Biomasse enthaltenen Energie ankommen. Synergeo unterstützt hier die Standortwahl von Anlagen durch die Berechnung des Potenzials des ausgesuchten Nutzungspfades. In Kombination mit den Ergebnissen der Energiebedarfsanalyse helfen diese Daten dann bei der Konzeptentwicklung und Anlagendimensionierung.