Mit Hilfe von Geo-Daten, auch Geobasisdaten genannt, ist es möglich, beliebigen Objekten ihren räumlichen Bezug zuzuweisen.  Ein Geoinformationssystem kann man sich als eine interaktive Landkarte vorstellen. So ist es möglich beispielsweise ein Feld oder ein Waldstück in einer digitalen Karte auszuwählen und andere Daten z.B. zur  angebauten Biomasse und Ertrag mit der Position zu verknüpfen.

Geobasisdaten können von unterschiedlichen Behörden z.B. für land- und forstwirtschaftliche Nutzflächen aber auch für Gebäude zur Verfügung gestellt und in Synergeo eingebunden werden. Diese Datenbasis erhöht dann die Benutzerfreundlichkeit der Anwender, da sie weniger Daten selbst eingeben müssen.

 

Warum ist es von Vorteil die Koordinaten der Biomassequellen zu kennen?

Die Nutzung bzw. Umwandlung zu einem Energieträger erfolgt nicht am Ort der Produktion der Biomasse. Sie muss dementsprechend zum Ort ihrer Nutzung transportiert werden. Der Transport kostet Zeit, Energie und Geld. Außerdem verursacht er Emissionen.

Will man nun das Potenzial an einem bestimmten Standort, beispielsweise für eine Biogasanlage, betrachten, kann man mit Hilfe der Koordinaten der Biomassequellen und denen des Standorts die erforderlichen Transportstrecken und -kosten abschätzen.

Die Transportwürdigkeit von Biomasse hängt von ihrem Energiegehalt ab. Zu lange Transportwege wirken sich somit negativ auf die Wirtschaftlichkeit und die Emissionsbilanz aus. Deshalb ist es ratsam den logistischen Aufwand bei der Planung der Wertschöpfungsketten gleich zu berücksichtigen.

 

Warum ist es von Vorteil die Koordinaten von Anlagen in der Wertschöpfungskette zu kennen?

Anlagen, die Biomasse verarbeiten, sind natürlich ebenfalls in die Logistikkette eingebunden. Sie werden beliefert und liefern selbst aus bzw. entsorgen die Reste. Das gleiche wie für den ersten Transport vom Ort der Produktion hin zur ersten Anlage gilt natürlich auch für jeden weiteren Transport, der in der untersuchten Wertschöpfungs-kette erforderlich ist.

 

Warum ist es sinnvoll die Koordinaten von Endenergieverbrauchern zu kennen?

In der Abbildung unten sehen sie einen Kartenausschnitt mit Gebäudedaten. Auch hier werden die objektbezogenen Daten (z.B. Jahreswärmeverbrauch) den Gebäuden zugeordnet. Interessant ist hier vor allem die Entfernung der Objekte zueinander. Die Geo-Daten ermöglichen die Abschätzung der erforderlichen Leitungslängen zwischen den Objekten. Soll für einen Verbund von Endenergieverbrauchern die Machbarkeit einer gemeinsamen Versorgungslösung untersucht werden, können diese Daten dann zur Größenbestimmung von Wärmeverlusten und Investitionskosten genutzt werden.