Eine Wertschöpfungskette stellt die Stufen der Produktion eines Produktes als eine geordnete Reihung miteinander verbundener Werttätigkeiten dar.

Die einzelnen Glieder der Kette können sowohl Dienstleistungen als auch Produktionstätigkeiten sein, die Werte schaffen und Ressourcen wie Zeit, Material und Kapital verbrauchen. Die Differenz zwischen den eingesetzten Ressourcen und dem erzielten Ertrag eines Produktes wird als Marge bezeichnet und stellt den Gewinn der jeweiligen Stufe dar.

Durch die Nutzung regionaler Energiepotenziale zur Energieversorgung kann die Wertschöpfungskette verkürzt und zugleich regionalisiert werden. Das bedeutet, dass die einzelnen Tätigkeiten der Wertschöpfung durch Akteure der Region ausgeführt werden und die Erträge auch vor Ort verbleiben. So werden z.B. durch die Flächen- und Standortbewirtschaftung Werte erzeugt, indem Pachteinnahmen sowie Erlöse durch den Substratverkauf erzielt werden.

Durch die einmalige Errichtung, den Betrieb und die Wartung einer Biomasseanlage wird sowohl eine einmalige als auch eine ständige lokale Wertschöpfung erzielt.

Die Stufe der Energienutzung ist von großer Bedeutung für die Höhe der regionalen Wertschöpfung. Gelingt es fossile Energieträger durch regionale Energieträger zu verdrängen, können auch die immensen Mittel, die für die Bezahlung der importierten Energieträger ins Ausland abfließen in der Region gehalten werden (siehe Beispiel unter Aufbau des Portals). Die Stärkung der Wirtschaftskraft und die Schaffung neuer Arbeitsplätze bewirken so einen positiven Strukturwandel.