Die Effizienz der Energieerzeugung zu steigern, heißt weniger Ressourcen einsetzen zu müssen, um den gleichen Nutzen (z.B. eine angenehm geheizte Wohnung) zu haben. Das beinhaltet dann natürlich auch verminderte Kosten für den Energieträger, da die für die Versorgung einzukaufende Menge kleiner wird. Gleichzeitig werden auch weniger Emissionen freigesetzt, was die Umwelt schont.

Wie kann man die Effizienz der Energieversorgung steigern? Durch die Nutzung regionaler Energieträger werden bereits die erforderlichen Transportstrecken minimiert. Je kürzer die Transportstrecke ist, desto weniger Energie geht in der Gesamtbilanz in Form von Diesel durch die Transporte verloren.

Moderne Heizungsanlagen (z.B. Brennwertkessel) nutzen den Brennstoff wesentlich effizienter als veraltete Anlagen. Der Austausch alt gegen neu steigert die Effizienz bereits beträchtlich. Noch größere Einsparungen lassen sich erreichen, wenn man in der Lage ist Verbundlösungen zwischen mehreren zu versorgenden Objekten umzusetzen. In einem Wärmeverbund gibt es nur eine gemeinsame Heizungsanlage, die mehrere über ein Nahwärmenetz verbundene Wärmeabnehmer (z.B. Haushalte) gemeinsam versorgt. Der Vorteil eines Verbundes liegt auf der Hand: man spart zunächst bei der Anschaffung der Heizungsanlage, da die spezifischen Kosten pro Kilowatt Heizleistung mit der Größe der Anlage abnehmen. So vermindern sich beispielsweise beim Kauf einer 100 kW Anlage im Vergleich zu einer 15 kW Anlage die Kosten pro Kilowatt um circa 80%! Des Weiteren spart man Kosten bei der Wartung, da statt vieler kleiner nur noch eine große Anlage gewartet werden muss.

Außerdem erreicht eine größere Anlage einen besseren Nutzungsgrad, da sie gleichmäßiger ausgelastet wird. Eine kleine Anlage, die beispielsweise nur einen Haushalt mit  drei Personen versorgt, verursacht hohe An- und Abfahrverluste einfach dadurch, dass sie oft an und aus gehen muss, um vereinzelt die Nachfrage zu decken. Menschen haben unterschiedliche Lebensgewohnheiten, der eine duscht um sechs, der nächste um neun Uhr. Hängen also mehrere Abnehmer an einem Heizkreis, dann gleicht sich durch die bessere zeitliche Verteilung die Nachfrage besser aus. Das heißt, die Heizungsanlage kann länger in einem optimalen Betriebspunkt betrieben werden, was die Verluste deutlich verkleinert.

Durch den Einsatz von Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen kann die Effizienz noch weiter gesteigert werden. KWK-Anlagen produzieren Strom und gleichzeitig wird die Wärme des Kühlwassers, des Öls und des Abgases des Motors ausgekoppelt und kann zu Heizzwecken genutzt werden. Das Prinzip ist ähnlich wie in einem herkömmlichen Kraftwerk. Der entscheidende Unterschied ist allerdings, dass bei einem Großkraftwerk in unmittelbarer Umgebung nicht genügend Wärmeabnehmer zur Verfügung stehen. Deshalb wird die Wärme über Kühltürme an die Umgebung abgegeben. Durch diese Verschwendung sinkt der Wirkungsgrad (also der Teil genutzter Energie im Verhältnis zu der gesamten, eingesetzten Energie) bei alten Kraftwerken auf etwas über 40%.

Eine KWK-Anlage kann bei guter Auslegung fast 90% Gesamtwirkungsgrad erreichen, da die ohnehin bei der Stromerzeugung anfallende Wärme eben auch genutzt wird. Da es erklärtes Ziel der Bundesregierung ist den Ausbau der dezentralen KWK voranzutreiben, werden solche Projekte durch umfangreiche Maßnahmen gefördert. So kann der auf diese Weise erzeugte Strom in das öffentliche Netz eingespeist werden und wird staatlich garantiert vergütet. Durch die Erlöse der Stromeinspeisung könnten dann, je nach Betreibermodell, die Heizkosten gesenkt werden.